Yixie Shen (geb. 1993, CN) ist eine in Hamburg lebende Komponistin. Sie ist Preisträgerin des Gaudeamus Award (2024) sowie weiterer Preise und Auszeichnungen.
Ihre Werke wurden von Orchestern und Ensembles in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Österreich, Südafrika, China und den Vereinigten Staaten (ur-)aufgeführt. Zur Interpretation ihrer Musik trugen unter anderem die Staatsoper Hamburg, die Symphoniker Hamburg, Kieler Philharmoniker, Cape Town Philharmonic Orchestra, junge norddeutsche philharmonie sowie Ensembles wie Ensemble Ascolta, Ensemble KNM Berlin, Ensemble L’ART POUR L’ART, Ensemble LUX:NM, Ensemble Resonanz, collective lovemusic, IEMA Ensemble, New European Ensemble, Studio Dan, Trio Catch und Yarn/Wire bei.
Ihre Musik war an bedeutenden Spielorten und Festivals zu erleben, darunter die Elbphilharmonie, die Staatsoper Hamburg (stabile), das Gaudeamus Festival, Klangspuren Schwaz, Heinrich-Schütz-Musikfest, Musik 21 Festival und blurred edges. Zudem wurden ihre Kompositionen von NDR, WDR, SWR, MDR, BR, HR, SR (Deutschland), ORF (Österreich), NPO (Niederlande) sowie weiteren internationalen Rundfunkanstalten gesendet.
Ihr musikalischer Werdegang begann unter der Anleitung ihres Vaters, eines Pianisten und engagierten Musikpädagogen. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium in Komposition am Shanghai Conservatory of Music bei Professor He Xuntian. Im Jahr 2018 kam sie als Austauschstudentin in die Klasse von Prof. Fredrik Schwenk an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie sowohl ihren Masterabschluss als auch das Konzertexamen mit Auszeichnung erwarb.
Artistic Statement
Yixie Shen versteht Musik als generative Form des Bewusstseins - als morphogenetisches Denken. In einer von Produktion und Effizienz geprägten Gegenwart richtet sich ihr Schaffen auf eine andere Logik, verwurzelt in den organischen Beziehungen zwischen Werden, Wahrnehmung und Gewahrsein. Die selbstorganisierende Ordnung der Natur ist für sie ein konstanter Bezugspunkt; aus ihr heraus entfaltet ihre Musik eine Ökologie des Hörens. Für sie entfaltet sich Komponieren als fortwährendes Hören und Aushandeln zwischen Imagination, Material und Zeit. Sie hält die Grenzflächen der Spannungen offen und lässt ihre fragilen Gleichgewichte hör- und spürbar werden.
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